2:3

ZEITZ/MZ. Tabellenführer Blau-Weiß Zorbau gewann beim Ranglistenvierten 1. FC Zeitz im Thälmannstadion mit einem 3:2-Erfolg drei Punkte und marschiert weiter in Richtung Landesliga-Aufstieg. Den ersatzgeschwächt angetretenen Elsterstädtern gelang damit nicht der erhoffte Befreiungsschlag, sie bleiben in der Rückrunde weiterhin ohne Sieg.

Brisanz lag auch über der Partie durch die beiden Trainer. Zorbaus Coach Horst Kunze war viele Jahre der Dirigent an der Seitenlinie der Zeitzer Mannschaft, führte diese in den 90er Jahren in die Verbandsliga. Der heutige Zeitzer Übungsleiter Dirk Fröhlich zeigte sich sechs Jahre als Trainer der Zorbauer verantwortlich und kennt einen großen Teil der Spieler in Blau-Weiß wie aus seiner Westentasche. Fröhlich hatte vor, aus einer kontrollierten Offensive zu spielen, da die Zorbauer Stärken nach seiner Erkenntnis im Spiel nach vorn liegen. Probleme hätten die Gäste eher in der Defensive. Doch das taktisch vorgesehene Zeitzer Konzept war wohl schon nach einer Spielminute über den Haufen geworfen.

Daniel Micenke schoss einen Freistoß von links auf das Zeitzer Gehäuse. Der Ball wurde vom gastgebenden Libero Patrick Schellenberg noch leicht abgefälscht. Hüter Daniel Rost konnte nur abwehren und im Nachsetzen war der 22-jährige Sebastian Schlosser zum 1:0 zur Stelle.

Zeitz musste durch Ausfälle improvisieren. Im Angriff spielten vor der Pause Frank Schilling und der sonstige Abwehrspieler Daniel Görg. Im defensiven Mittelfeld war Jörg Engert bei den Zeitzer Schaltstation. Der Routinier hatte damals unter Kunze in der Verbandsliga für begeisterten Fußball mit seinen Mitspielern gesorgt und zeigt auch jetzt noch, dass er Führungsqualitäten besitzt.

Und das Spiel der Einheimischen sah gar nicht so schlecht aus. Es wurde mit spielerischen Mitteln versucht die Angriffe aufzubauen. Oft fehlt noch der Finalpass und dadurch der präzise Abschluss. "Wir hatten einige Chancen", schätzte Engert ein. Die Gäste, die überraschend viel mit langen Bällen operierten, blieben vor allem nach Standards gefährlich. Ein Freistoß, von der anderen Seite wie beim 1:0 ausgeführt, brachte in der 42. Minute das 2:0. Tony Kitschajew schoss den Ball scharf auf das Zeitzer Tor. Rost faustete das Leder weg, doch den zweiten Ball hämmerte Alexander Schmidt zum 2:0 in die Maschen. Das war kurz nachdem der Angreifer der Hausherren Frank Schilling für Zeitz den Pfosten traf. Aber die Hausherren kamen ins Spiel zurück. Toni Menz (43.) köpfte den Ball an den Querbalken und Schilling drücke das Leder zum 1:2 über die Linie. Das 3:1 fiel vom Elfmeterpunkt. Steven Knechtel stoppte seinen enteilten Gegenspieler Riemenschneider durch Foulspiel und Mirko Looben (65. / 3:1) verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt. Zeitz versuchte alles, Nejerwan Solivani stürmte nun für Görg, der dann im Mittelfeld den verletzten Toni Menz ersetzte. Zorbau konterte und vergab Überzahlangriffe. Dann kam Zeitz nach Eingabe von Daniel Görg erneut durch Frank Schilling zum 2:3 (87.). Zu spät, beim Schlusspfiff jubelten die Zorbauer.

Trainerstimmen, Horst Kunze, Zorbau: "Wir stehen als Spitzenreiter unter Druck. Das merkt man in der Spielweise. Da müssen wir durch."

Dirk Fröhlich, 1. FC Zeitz: "Spielerisch waren wir ebenbürtig. Es waren Fortschritte zu erkennen. Bei den beiden ersten Gegentoren waren die Zorbauer einen Schritt schneller."

Zeitz: Rost, Knechtel, Engert, Fiedler, T. Menz (47. Solivani), Schellenberg, Görg, Edel, Pöhlitz, Felske (74. Peuker), Schilling.

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