Ein mageres Pünktchen

ZEITZ/MZ. Das Projekt Aufstieg begann für den 1. FC Zeitz am Sonnabend mit einem herben Dämpfer. Beim ersten Punktspiel der Saison reichte es in der Landesklasse, Staffel 6, gegen den SV Großgrimma auf heimischem Rasen für nicht mehr als ein enttäuschendes 2:2- / (2:1)-Unentschieden.
Die Gastgeber gaben dabei zwei Mal eine Führung aus der Hand und mussten sich am Ende mit nur einem Punkt begnügen. Beide Treffer für die Elsterstädter erzielte Toni Menz in der ersten Hälfte.
Der Spieltag begann für Trainer Volker Dietrich mit einer Hiobsbotschaft. Kapitän Patrick Schellenberg zog sich beim Warmmachen vor dem Spiel eine Zerrung im Oberschenkel zu und fiel für die Partie aus. Für ihn rutschte kurzfristig Christian Werner in die Startelf. Dietrich baute wie schon im Testspiel gegen den TSV Tröglitz auf eine Viererkette in der Abwehr. Der FC begann munter und engagiert. Mit Erfolg. Schon nach acht Minuten gelang Toni Menz sein erster Streich. Ein Schuss aus 18 Metern wurde unhaltbar abgefälscht und schlug ins Großgrimmaer Gehäuse ein. Danach passierte jedoch nicht mehr viel. Gefährliche Offensivaktionen des FC waren Mangelware, die Gäste versuchten es mit Kontern. Einer davon führte nach 20 Minuten zum zwischenzeitlichen 1:1. Martin Ludwig ging über rechts durch, wurde nicht energisch genug angegriffen und zog aus 20 Metern trocken ab. Sein fulminanter Schuss schlug unhaltbar ins rechte obere Eck ein.
Zeitz zeigte sich danach nicht lange geschockt. Schon acht Minuten nach dem Ausgleich stieg Toni Menz nach einem Eckball am höchsten und versenkte das Leder zu seinem zweiten Treffer des Tages. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause. Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff folgte die kalte Dusche für die Gastgeber. Wieder ging die FC-Abwehr bei einem Angriff der Gäste zu zimperlich zu Werke. Sebastian Krohne im Zeitzer Gehäuse konnte einen Schuss auf sein Tor nicht festhalten, Martin König stand goldrichtig und schob zum erneuten Ausgleich ein (49.). Im Anschluss folgte die wohl beste Phase des FC. Ein ums andere Mal kam man gefährlich in den Großgrimmaer Strafraum, erneut Menz hatte hierbei die größte Gelegenheit und verzog nur knapp. Ansonsten war das Gezeigte beim Gastgeber ausbaufähig. Die verletzten Stammkräfte fehlten an allen Ecken und Enden. Über die Außenbahnen passierte so gut wie nichts, wenn es einmal gefährlich wurde, dann über die Mitte. Zudem wirkte die vor dem Spiel kurzfristig neu zusammengestellte Abwehr nicht immer sattelfest. "Patricks Ausfall war heute sicherlich ein Knackpunkt", resümierte Helmut Dietrich, Co-Trainer der Zeitzer, nach Abpfiff. Trainer Volker Dietrich sah es ähnlich. "Es ist klar, dass der Ausfall des Kapitäns kurz vor Spielbeginn ein Schock für die Mannschaft war. Hinzu kam ein Schiedsrichter, der uns zwei Elfmeter nicht gegeben hat."
Am nächsten Spieltag in zwei Wochen steht nun eine Auswärtspartie beim VfB Nessa an.
1. FC Zeitz: Krohne, Knechtel, Kühn, T. Menz, Werner (60. C. Menz), Görg, Siebert, Pöhlitz, Solivani, Meissner, Felske.
 

 

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