Die nächste Serie ist gerissen

Gegen die abstiegsbedrohten Gäste aus Nebra kassierte unser Club die erste Heimniederlage der Saison. Am Ende reichte ein Treffer um unsere Elf zu bezwingen.

Gegen die abstiegsbedrohten Gäste aus Nebra kassierte unser Club die erste Heimniederlage der Saison. Am Ende reichte ein Treffer um unsere Elf zu bezwingen.

Irgendwann reißt jede Serie!
Auch die Serie der ungeschlagenen Spiele des 1.FC Zeitz, letzte Niederlage am 24.11.2012 in Großgrimma, nahm mit der 1:2 Niederlage beim neuen Aufsteiger 1.FC Weißenfels ein jähes Ende.
Die Pöhlitz Elf trat nach den Leistungen der letzten Wochen selbstbewusst wie selten auf der Otto-Müller-Kampfbahn auf. „Wir werden uns nicht verstecken aber auch nicht ins offene Messer laufen!“ versprach der Zeitzer Trainer in der Anfangsphase.
Und er sollte Recht behalten. Aus einer gut organisierten Abwehrreihe versuchte man, nach kurzer Abtastphase, die Gastgeber über Außen unter Druck zu setzen. Nach nur wenigen Minuten setzte sich Toni Menz auf rechts außen durch und konnte von der Grundlinie zurücklegen. Michael Fiedler zog von der Strafraumgrenze ab, verpasste das Tor aber um wenige Zentimeter.
Nach dem ersten Zeitzer Ausrufezeichen verlegten sich die Saalestädter erst einmal auf kontrollierte Defensive. Die Dietrich Elf lies den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen, offensiv konnte sie in der Anfangsphase keine Akzente setzen.
Zwanzig Minuten waren gespielt als der zahlreich mitgereiste Zeitzer Anhang, unter den nur 152 Zuschauern, den Torschrei auf den Lippen hatte. Wieder war es Toni Menz der auf der rechten Angriffsseite seinem Bewacher Ronny Schäffner enteilt war und von der Grundlinie auf den mitgelaufenen Hans Meier flanken konnte. Aus Nahdistanz nahm der Zeitzer Stürmer den Ball direkt. Rene Möbius im Weißenfelser Tor hatte keine Chance zu reagieren. Zu seinem Glück stand er goldrichtig und bekam den Ball, zum Ärger der Zeitzer, genau auf den Körper.
Volker Dietrich blies nun zum Angriff er dirigierte seine Schützlinge und forderte den Torerfolg. „Wir müssen das Tor erzwingen“ brüllte der exzentrische Trainer ins Spiel.
Ab diesem Moment übernahmen die Gastgeber weitestgehend das Zepter auf dem Rasen und setzten den Club permanent unter Druck. An einer Schäffner Eingabe rauschten Freund und Feind vorbei. Der wieselflinke Max Pfannschmidt kam Augenblicke später im Sechzehner frei zum Abschluss. Er verfehlte, zum Glück für die in dieser Aktion zu wenig kommunizierende Zeitzer Abwehr, das Tor um Haaresbreite! In den Schlussminuten von Halbzeit eins konnte Stefan Meißner für seinen schon geschlagenen Torwart Florian Beier auf der Linie klären und so die letzte Chance der Weißenfelser Druckphase entschärfen.
Eine turbulente zweite Halbzeit wurde mit dem Führungstreffer der Gastgeber eingeleitet. Bei einem Freistoß von Sebastian Löbnitz war Toni Menz mit den Haarspitzen noch am Ball und verlängerte diesen so, für Torwart Beier unhaltbar, ins eigene Tor. Als neun Minuten später Stefan Meißner der Ball bei der Annahme versprang und Pfannschmidt zum 2:0 abstauben konnte war gegen die spielstarken Tabellenführer eine kleine Vorentscheidung gefallen. Zu souverän spielt der 1.FC Weißenfels diese Saison im eigenen Stadion so das kaum jemand mehr an eine Wende glaubte.
Aber noch war eine halbe Stunde zu spielen und der Zeitzer Trainer Torsten Pöhlitz baute seine Elf nochmals auf. Und tatsächlich, es schien so als könne sich der Club in die Partie zurück kämpfen. Nach einem Handspiel im Strafraum zeigte Schiedsrichter Marcel Theumer ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt. Dietrich, der den Zeitzer Schützen Lars Mächtig noch gut aus Zeitzer Zeiten kennt, zeigte seinem Torwart Möbius die Ecke an in die er dachte wohin Mächtig zielt. Möbius folgte den Anweisungen seines Trainers und lenkte den Schuss mit den Fingerspitzen zur Ecke.
Die kurz aufflammende Hoffnung im Zeitzer Lager wurde so im Keim erstickt.
Nach einem Foulspiel von Kai Pöhlitz zeigte der Hallenser Schiri nur wenig später auch auf der Gegenseite auf den Punkt. Hier hielt Florian Beier, ohne „Vorsagen“, den Strafstoß von Marcel Kolb.
Erst in der Nachspielzeit konnten die Elsterstädter Ergebnis-Kosmetik betreiben. Benjamin Siebert traf aus dem Gewühl im Strafraum nach einer Ecke zum 1:2 Endstand.
Grimm/MZ
Am Samstag fährt der 1. FC ZEITZ zum Saale-Elster-Derby nach Weißenfels und will den Erfolg aus dem Hinspiel wiederholen. Am Pfingstmontag steigt dann im Thälmannstadion das Nachholspiel gegen den FC ZWK Nebra.
Samstag, 18.05.2013:
F-Junioren: Pfingstbier(!)turnier in Lützen, 10-13 Uhr (SSV Markranstädt, Eintracht Lützen, SV Leipzig-Leutzsch, Germania Kötzschau, 1. FC ZEITZ)
C-Junioren: FSV 67 Halle/Bennstedt – 1. FC ZEITZ (Landesliga) verlegt
Männer. 1. FC Weißenfels – 1. FC ZEITZ (Landesklasse) 15 Uhr
Sonntag, 19.05.2013:
B-Junioren: Spg Theißen/1. FC ZEITZ – Droyßig/Osterfeld/Kretzschau (Kreisliga) verlegt
Montag, 20.05.2013:
Männer: 1. FC ZEITZ – FC ZWK Nebra (Landesklasse, NH-Spiel) 14 Uhr
In der LK 6 gab es am Mittwoch abend zwei Nachholspiele:
VfL Halle 96 II – 1. FC Weißenfels 1:1
Großgrimma – Turbine 1:0
Damit muß der 1. FC WSF bei einer Niederlage am Samstag gegen Zeitz weiter auf den Aufstieg warten.
Im Nachwuchs-Kreispokal wurden die Halbfinals ausgelost. Der 1. FC Zeitz ist in diesem Wettbewerb nur noch mit seinen F-Junioren vertreten. Diese spielen am Mittwoch, dem 05.06.2013 um 17.30 Uhr beim Naumburger BC. Das zweite Halbfinale bestreiten Blau-Weiß Bad Kösen und TSV Großkorbetha zur gleichen Zeit.

MZ/. Durch einen 2:1-Auswärtssieg beim VfB Gröbzig im letzten Punktspiel beendet die Damen-Spielgemeinschaft Osterfeld/1. FC Zeitz die Landesliga-Saison auf einem guten dritten Tabellenplatz. Mit Hilfe dieser nicht unverdienten letzten drei Punkte konnten sie noch an Pouch-Rösa vorbeiziehen.
Die angereisten Burgenländerinnen kamen besser in die Partie. Sie begannen ruhig und bauten sich sicher Spielkombinationen auf. Sabrina Runge, Nicole Pohle und Christiane Winckelmann verfehlten im Abschluss das Tor nur knapp. Erst in der 23. Minute kamen die Frauen vom VfB Gröbzig gefährlich vor das Tor der Gäste. Silke Arms bekam den Ball in den Lauf gepasst und ging allein auf das Tor zu. Jedoch scheiterte sie an der Torhüterin der Spielgemeinschaft Franziska Töpfer. Im Gegenzug machten es die Angereisten besser: Runge und Winckelmann spielten den Ball via Doppelpass durch die heimische Abwehr. Winckelmann lief letzten Endes bis an die Grundlinie, spielte von dort aus den Ball scharf an der Torfrau Maria Taube vorbei in den Strafraum. Runge war am langen Pfosten zur Stelle und netzte ein (33.). Die Gröbziger versuchten nun mehr Druck aufzubauen und überrollten die Mannschaft aus Osterfeld/Zeitz. Für kurze Zeit herrschte Unruhe in der Aufstellung. Der Ball konnte nicht richtig geklärt werden und landete schließlich vor den gegnerischen Füßen, doch die gute Reaktion der Torfrau der Elsterstädter verhinderte den Ausgleich.
Nach der Halbzeitpausenmotivation vom Trainergespann Graul/Seidel konnten die Burgenländerinnen ihr Spiel aus der ersten Phase ruhig fortführen. Sie bauten Spielzüge konzentriert auf und verfehlten erneut lediglich im Abschluss. Die Heim-Elf glänzte nur noch durch Konterfußball. Während einem dieser Konter schaffte es die Spielgemeinschaft nicht, den Ball zu klären. Erneut war es Silke Arms, die allein auf die Torhüterin zulief und den Ball über diese hinweg zum Unentschieden ins Tor heben konnte (55.). Da den Elsterstädterinnen ein Unentschieden für den dritten Platz gereicht hätte, verfielen diese nicht in Hektik. Im Gegenteil: Durch Umstellungen in den eigenen Reihen versuchten sie neue Wege, um die Abwehr zu durchdringen. Sabrina Runge, Christiane Winckelmann und Marie Schwanethal verfehlten das Tor einige Male nur um wenige Zentimeter. Auch Ecken und Freistöße ließen den Ball gefährlich nah an das gegnerische Tor kommen. Während einem herausgespielten Angriff der Spielgemeinschaft kam Christiane Winckelmann im Strafraum zu Fall. Den daraus folgerichtig resultierenden Strafstoß verwandelte Selbige unhaltbar zum 2:1 Siegestreffer (80.). In den verbleibenden zehn Minuten stand die Mannschaft aus dem Burgenlandkreis hinten sicher, ließ keinen Angriff mehr zu und behielt den Ball so lange wie möglich in den eigenen Reihen fest – schnürte somit den Sack zu.
Osterfeld/Zeitz: Töpfer, C. Pohle, Pälchen, Meister, Tympel, N. Pohle, Runge, Winckelmann, Körper (63. König), Schwanethal, Hoppe (57. Tennstedt)
Nach dem Spiel zeigten sich sowohl die Mannschaftsmitglieder selbst, als auch die beiden Trainer der Spielgemeinschaft mehr als zufrieden: „Mit dem dritten Platz hat zu Beginn der Saison wohl kaum einer gerechnet, zumal ein Großteil der Osterfelder Spielerinnen vorher noch nie auf dem Großfeld gestanden hatte“, erklärte Trainer Frank Graul zufrieden. Und weiter: „Der Langzeitausfall von Stefanie Schmucker, eine unserer Leistungsträgerinnen, hatte uns große Sorgen bereitet. Allerdings hat sich die übrige Mannschaft wirklich gut entwickelt – viel besser als Maik und ich es zuvor für möglich gehalten hätten. Und in jedem einzelnen Punktspiel waren bei verschiedenen unserer Spielerinnen Steigerungen erkennbar gewesen. Das hat uns stolz und glücklich gemacht. Den dritten Tabellenplatz haben wir uns verdient erkämpft“, so Falk Graul.