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Meier kommt und trifft

Eingewechselter Zeitzer Spieler erzielt in der Nachspielzeit gegen Eintracht Elster den Ausgleich zum 2:2.

VON ALEXANDER GRIMM

ZEITZ/MZ- Nach eine fulminante Schlussviertelstunde konnte der 1. FC Zeitz im Landesliga-Duell mit der SV Eintracht Elster in der dritten Minute der Nachspielzeit durch das 2:2-Ausgleichstor von Hans Meier einen Punkt retten. Durch das verletzungsbedingte Fehlen von Vladimir Penev ließ Club-Trainer Daniel Ferl seine Mannschaft abwartend agieren. Die gut 200 Zuschauer sahen eine an Höhepunkten arme erste Halbzeit. Die Gäste aus dem Kreis Wittenberg rissen von Beginn an das Spielgeschehen an sich. Der Club lauerte an der Mittellinie und versuchte, vereinzelt Nadelstiche zu setzen. "Wir waren in Durchgang eins zu passiv", schlussfolgerte FC-Trainer Daniel Ferl nach der Begegnung. Ein Schuss von Patrick Schellenberg blieb bis zur Pause die einzige Chance auf den Notizzetteln. Zwar kam man nach gut dreißig Minuten besser ins Spiel, weitere Chancen blieben aber aus.

Gefährlicher waren hier bereits die Gäste. Nach einem Eckstoß verfehlte Marcus Finke das Tor von Dominic Neudeck nur knapp. Der Zeitzer Schlussmann blieb auch in der Schlussphase von Halbzeit eins Sieger im Duell mit Benjamin Witt. Dessen Freistoß über die Zeitzer Mauer war zugleich die letzte Aktion vor dem Seitenwechsel.Nach der Pause zeigte sich der Club entschlossener. Steven Knechtel leitete mit einem Distanzschuss eine selten erlebte Druckphase ein. Aggressiver in den Zweikämpfen und im Spiel gegen den Ball wurde die Eintracht nun in die eigene Hälfte gedrängt. Doch die Gäste blieben im Konterspiel gefährlich. Eine Schlüsselsituation ereignete sich in der 53. Spielminute. Nach einem Patzer der FC-Defensive hatte man das notwendige Quäntchen Glück und geriet nicht in Rückstand. Im Duell mit Sebastian Teubner ließ sich der Elsteraner Uwe Katte zu einer Tätlichkeit hinreißen. Schiedsrichter Maik Wieszorek zögerte keine Sekunde und schickte Katte vorzeitig zum Duschen. Nun auch noch in Überzahl erhöhte der FC den Druck noch einmal. Mit Khemgin Solivani und Toni Menz verpassten gleich zwei Angreifer eine Flanke von Michael Fiedler knapp.Im Gegenzug hielt Marcus Finke aus der Distanz einfach mal drauf. Sein Schuss klatschte von der Querlatte an den Rücken von FC- Torwart Neudeck und von da aus zur überraschenden Führung ins Tor. Der Club zeigte sich keineswegs geschockt und spielte weiter munter nach vorn. Pfostentreffern durch Sebastian Holz und Steven Knechtel folgte in der 71. Minute die kalte Dusche. Pitt Schulz schloss einen Elsteraner Angriff mit einem sehenswerten Schuss unter die Latte des Zeitzer Tores zum 2:0 ab.Mit Beginn der Schlussviertelstunde brachte Ferl Angreifer Hans Meier für Abwehrspieler Nejervan Solivani ins Spiel. Während der Einwechslung legte sich Michael Fiedler den Ball zum Freistoß bereit. Die folgende Eingabe wuchtete der aufgerückte Stefan Meißner per Kopf zum Anschluss ins Tor.Die Schlussminuten wurden zum Wechselbad der Gefühle. Der Elsteraner Angreifer Pitt Schultz vergab freistehend die Vorentscheidung. Auf der anderen Seite krachte der Ball zum dritten Mal nur ans Metall. Einen letzten Angriff konnte der Club in der dritten Minute der Nachspielzeit aufziehen. Khemgin Solivanis Schuss aus spitzem Winkel konnte Torwart Brandenburg mit einer Hand klären. Beim Nachschuss Meiers hatte er nicht den Hauch einer Chance, den Ball abzuwehren. Meier legte den Frust einer für ihn glücklosen Saison in den Schuss und hämmerte den Ball aus gut zehn Metern mit Vollspann ins Netz. Die Gästespieler sackten reihenweise auf dem Platz zusammen, der Jubel auf Zeitzer Seite war grenzenlos.Daniel Ferl: "In Halbzeit zwei hat meine Mannschaft große Moral bewiesen und auch bei zwei Toren Rückstand nie aufgegeben. Das wurde belohnt."

Die Spiele am Wochenende

Freitag, 15.05.2015:

Oldies:     SV Mertendorf – 1. FC ZEITZ (18 Uhr)

Samstag, 16.05.2015:

D-Junioren:  1. FC ZEITZ – FC ZWK Nebra (Kreisoberliga) 0:5

Männer:      1. FC ZEITZ II – SG Könderitz (Kreisliga) 3:0

Männer:      1. FC ZEITZ – SV Eintracht Elster (Landesliga) 2:2

Sonntag, 17.05.2015:

A-Junioren: VfB IMO Merseburg – 1. FC ZEITZ (Verbandsliga) 15:0

Frauen:      SSV Besiegdas Magdeburg – Spg. Osterfeld/Zeitz (Landesliga) 0:2

Nachwuchs spielt

In den kommenden Tagen finden einige Nachholspiele im Nachwuchsbereich statt.

Dienstag, 12.05.2015:

E-Junioren: Spg. Motor/VfB Zeitz – 1. FC ZEITZ II (Kreisliga) 1:0

Mittwoch, 13.05.2015:

C-Junioren: 1. FC Zeitz/Rasberg – Blau-Weiß Farnstädt (Landesliga) 2:3

B-Junioren: 1. FC/Motor Zeitz – JSG FSV 67/Buna Halle (Landesliga) 1:2

Am Mittwoch findet auch ein vorgezogenes Spiel der Landesliga Süd der Männer zwischen der SG Ramsin und Rot-Weiß Thalheim statt (1:1).

2. Mannschaft: Auswärtsbilanz verbessert

Eintracht Profen II – 1.FC Zeitz II 0:3

Beide Teams begannen ziemlich nervös und so entwickelte sich eine zerfahrene Partie, bis schließlich nach einer Viertelstunde unsere Clubreserve das Spiel unter Kontrolle bekam. Die erste Einschussmöglichkeit bot sich dann auch gleich T. Baude, der einen von Kapitän C. Müller getretenen Freistoss von rechts knapp verpasste. Müller war es auch vorbehalten die Vorlage zur 0:1 Führung nach 21 Minuten zu geben, die erneut Youngster K. Truthmann erzielte. Das Mut und Einstzwille auch einmal belohnt wird, stellte 8 Minuten später T. Hillger unter Beweis, als er bei einer Unsicherheit in der Abwehr der Gastgeber energisch nachsetzte und so auf 0:2 erhöhen konnte. Die Reaktion der Profener erfolgte prompt und so kam H. Steinhauf zu zwei guten Einschussmöglichkeiten, wobei eine davon sogar am Pfosten des von F. Schilling gehüteten Zeitzer Tores landete. Die Pause schien den Grün-Weißen gut getan und Coach T. Pöhlitz die richtigen Worte gefunden zu haben, so erhöhten sie nach Wiederanpfiff gleich die Schlagzahl. Ein erstes Achtungszeichen setzte S. Schilling über die rechte Seite, dessen Schuss aber von Lindner pariert wurde. Gleich 2 Minuten später bot sich Routinier M. Fahr eine gute Einschussmöglichkeit. Sein Ball strich jedoch über das Tor. Torschützenkönig B. Siebert war es schließlich einmal mehr, der den Deckel auf das von Schiedsrichter Kruse umsichtig geleitete Spiel machte. Wurde nach 65 Minuten seine Chance noch vereitelt, so versenkte er 3 Minuten später den an H. Große verwirkten Foulelfmeter sicher zum entscheidenden 0:3. Der an diesem Tag stark aufspielende Große hatte dann auch die letzte dicke Möglichkeit im Spiel, verzog aber knapp über das Tor. Eine Reaktion der Gastgeber schien dann auch kräftemäßig nicht mehr möglich und so schaukelte man den Sieg verdient nach Hause.
Als nächster Gegner kommt nun die SG Könderitz ins R.-Puschendorf-Stadion, bevor man zum nächsten Auswärtsspiel nach Kretzschau fährt, um die Mission Aufstieg zu erfüllen.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   &nb
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Zeitz zeigt Moral

 
Von
Dölau/Zeitz

Clubchef Hajo Bartlau zeigte sich bereits vor dem Spiel optimistisch: „Ich bin zwar nicht der Trainer, aber ich rechne mit einer offensiven Herangehensweise unseres Teams, um die Punkte an die Elster zu entführen. Nachdem der Zug Meisterschaft abgefahren zu sein scheint, möchten wir uns mit Anstand aus der Saison verabschieden. Und genau so begannen die Zeitzer auf dem Dölauer Kunstrasen.

Kein großartiges Abtasten in der Anfangsphase, sowohl Zuschauern als auch allen direkt Beteiligten wurde schnell klar: Die Gäste spielten auf Sieg, waren optisch überlegen, konnten zunächst jedoch kein Kapital aus den Angriffsbemühungen schlagen. Schoss Khemgin Solivani, einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz, in der 43. Minute aus 15 Meter am linken Pfosten vorbei, machte er es in der Schlussminute der ersten Hälfte besser. An der Torraumgrenze wurde er von Patrick Schellenberg exzellent bedient und konnte zum 0:1 verwandeln.

Zweite Hälfte noch engagierter

In Hälfte Zwei kamen die Elsterstädter noch engagierter aus der Kabine. Ohne Vorgeplänkel war es Solivani, der aus rund zehn Meter knapp verzog (47.). Nur eine Minute später war dan Toni Menz zur Stelle und haute das Ding zur Freude aller, deren Herz für Zeitz schlug, in die Maschen zum 0:2 (48.). Patrick Schellenberg machte dann in der 63. Minute alles klar. Nach einem Einwurf von der linken Seite setzte Solivani eine wunderschöne Bananenflanke in den Dölauer Strafraum. Die gegnerische Abwehr bekam die Kugel nicht aus der Gefahrenzone und Schellenberg konnte unbedrängt sum 0:3 einnetzen.

Dann kamen die Gastgeber doch noch zu ihrem Ehrentreffer. Die Zeitzer Abwehr wurde in der 83. Minute ausgespielt und Marcel Bennewitz schob mutterseelenallein an Dominic Neudeck vorbei, der ansonsten einen relativ geruhsamen Nachmittag hatte, zum 1:3-Endstand ein.  Nach dem Spiel lagen sich die Zeitzer Spieler noch minutenlang überglücklich in den Armen, zu Recht angesichts des Spielverlaufs. Trainer Daniel Ferl: „Die Mannschaft hat gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Die Mannschaft hat wirklich als Team agiert. So wünsche ich mir das Auftreten meiner Elf an den noch ausstehenden vier Spieltagen.“ (mz)