Feierlichkeiten

 Aus Zeitgründen gibts hier den aktuelen Bericht der MZ:

ZEITZ/MZ. Die Zeitzer Fußballer feierten am Sonnabend im Thälmannstadion gleich mehrere Jubiläen. Der 1. FC Zeitz wurde nach seiner Gründung in die Eigenständigkeit 15 Jahre alt. Vor 55 Jahren wurde die B-Jugend von Chemie Zeitz DDR-Meister und vor fünf Jahrzehnten spielten die Grün-Weißen in der Oberliga, der damals höchsten Spielklasse in Mitteldeutschland. Der Einladung des Clubs waren ehemalige Zeitzer Fußballer, Fans und Sponsoren gefolgt.

Und schon als am Sonnabend gegen Mittag sich die ersten Gäste einfanden, begannen anregende Gespräche. Erinnerungen an vergangene Fußballjahre wurden geweckt. "Das waren früher Zeiten, die kommen nicht wieder", erzählte Konrad Grzyb, der als Spieler beim FC-Vorgänger Chemie Zeitz als Torwart eingesetzt wurde und zwanzig Jahre bis zur Wende als Sektionsleiter bei den Fußballern verantwortlich war. "Es mussten auch Entscheidungen getroffen werden, die schwer fielen. Auch bei uns wurden Trainer entlassen", erinnert sich "Konny" zurück. Einer der populärsten der Zeitzer Fußballgeschichte ist Lothar Neumann. Lachend und scherzend traf man den Oberliga-Mittelfeldregisseur im Stadion an. Er markierte am 11. November 1958 im Punktspiel der 1. DDR-Liga gegen Lokomotive Stendal in der 78. Minute mit einem Hechtflugkopfball mit dem 2:1 wohl das wichtigste Tor in der Ära Chemie Zeitz. Das war der Aufstieg zur Oberliga. Befragt, ob er an diesen Treffer noch oft denkt, sagte der "Zinner": "So etwas vergisst man sein Leben lang nicht." Günter Rößiger gehörte zum Oberligaaufgebot und er dachte an das Spiel im zweiten und letzten Oberligajahr beim SC Aufbau Magdeburg: "Wir haben dort beim 1:1 ein starkes Spiel gezeigt." Auch der Nachwuchs sorgte für Schlagzeilen. Die B-Jugend von Chemie Zeitz wurde 1954 in Rostock DDR-Meister. Der Endspielsieg gegen Einheit Schwerin hat die Truppe damals zusammengeschweißt und Kumpels sind sie bis heute geblieben. Reinhard Heyner, der aus Köln anreiste, spielte linker Verteidiger, Günter Nitzschke rechter Läufer. Eberhard Gasse, mit 70 Jahren ein Jahr jünger wie seine beiden Mitspieler, wechselte dann zu den Faustballern. "Du hättest ein guter Fußballer werden können", sagte Nitzschke. Gasse schaffte mit den Faustballern von Chemie Zeitz drei Europapokalsiege und 18 DDR-Meistertitel und wurde Meister des Sports. Nach der Vereinsgründung des 1. FC spielten die Zeitzer ab 1996 vier Jahre in der Verbandsliga. FC-Gründer Walter Böttner stand im Kreis der damaligen Fußballhelden Jörg Engert, Frank Gumpert, Olaf Hartmann, Andreas Klett, Alexander Just, Bernd Pagel, Jens Herrmann, Steffen Wehrmann und "Bomber" Steffen Krämer und plauderte über tolle Jahre in den 90er Jahren. Organisator Hajo Bartlau schätzte ein: "Etwa 350 Leute waren da, ich hätte mir aber noch einige mehr gewünscht."

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Ein Kommentar für “Feierlichkeiten

  1. Hallo liebe Zeitzer Sportfreunde,

    ich bin noch ein Überbleibsel des damaligen B-Jugend DDR-Meisters und wünsche mir, wenn möglich, ein Manschaftsfoto was damals gemacht wurde. 

    Mit bestem Dank im voraus und 

    sportlichem Gruß

    Karl-Heinz Hebner

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