Keine Elsterpower

ELSTER/ZEITZ/MZ – Sieben Gegentore, vier davon in den letzten zehn Spielminuten. Der 1. FC Zeitz ist am Wochenende beim Landesligaspiel in Elster unter die Räder gekommen. Eine Niederlage beim Tabellenzweiten und Aufstiegsaspiranten musste man im Vorfeld sicher einkalkulieren, die Höhe war dann aber doch heftiger als das erwartet wurde. „Am Ende hat unsere
dünne Personaldecke den Ausschlag für diese hohe Niederlage gegeben“, gab der Zeitzer Trainer Torsten Pöhlitz zu Protokoll. Mit den beiden Menz-Brüdern, Florian Schumann und Tornik Miroyan fehlten dem Club vier Stammkräfte, die qualitativ und auch quantitativ nicht zu ersetzen gewesen sind. „Wir waren am Ende einfach platt“, erklärte Pöhlitz, dessen Mannschaft außerdem in der letzten halben Stunde in Unterzahl spielen musste, nachdem Steven Knechtel mit Gelb-Rot vom Platz flog. Sein Verteidigerkollege Florian Markgraf war gelb-vorbelastet
und stand kurz vor einem Platzverweis, weshalb Pöhlitz ihn rausnahm und durch den 17-Jährigen Nachwuchsspieler Florian Scherf ersetzte. Es fehlten einfach die Alternativen auf der Bank und das führte auch dazu, dass Stefan Meißner mit einer Verletzung zu Ende spielen musste.
Diese erschwerenden Umstände nutze Eintracht Elster in den Schlussminuten gnadenlos aus, um das Endergebnis in die Höhe zu schrauben. Laut Pöhlitz sei dieses dann drei Tore zu hoch ausgefallen. Doch dabei hätte der Beginn dieser Begegnung für die Zeitzer nicht besser hätte laufen können. Nach einem Treffer von Sebastian Holz in der 25. Minute gingen die Zeitzer zunächst in Führung und hielten spielerisch und kämpferisch gut mit dem Favoriten mit. Doch ein laut Pöhlitz unberechtigter Elfmeter für Elster brachte die Zeitzer komplett aus der Fassung. „Markgraf
hat klar den Ball gespielt undsein Gegenspieler stürzt auf ihn. Das war nie im Leben ein Strafstoß“, ärgerte sich Pöhlitz über die Situation, die zum Ausgleich führte. Diese hatte der Club kaum verdaut, als der Ball das zweite Mal innerhalb von zwei Minuten im eigenen Netz zappelte. Statt einer Führung ging Zeitz also mit einem 1:2- Rückstand in die Kabine und nach dem Seitenwechsel fehlten dem FC dann die Kraft und die Mittel, um noch mal zurück in diese Partie zu kommen. Zudem gab es weitere Szenen, in denen sich Zeitz vom Unparteiischen Julian Rosenberger benachteiligt sah. „Elster hat sehrprovokativ gespielt, aber wir haben die gelben Karten gesehen“, schüttelte Pöhlitz nur mit dem Kopf. Sein Team steht nach der 15. Niederlage im 19. Saisonspiel weiter ganz unten in der Tabelle. Die nächsten Wochen werden dann zeigen, ob der Club das Ruder wirklich noch mal herumreißen kann.

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