Nachlese in Wort und Bild

Die Niederlage in Weißenfels hier nochmal zusammengefasst. Text von Olaf  Wolf (MZ), Fotos von Alex Grimm (Danke!)

ZEITZ/MZ Das war es dann wohl mit dem Aufstieg des 1. FC Zeitz in die Landesliga. Ein Tor der Rot-Weißen aus Weißenfels genügte am Sonnabend, um den Hoffnungen des FC Zeitz einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen.

Knackpunkt der Partie war sicher die gelb-rote Karte von Schiedsrichter Christian Petzka, der den Zeitzer Florian Markgraf in der 26. Minute nach einem Foul vorzeitig zum Duschen schickte. „Das war keinesfalls eine Karte“, wetterte später Torsten Pöhlitz, Trainer der Zeitzer. „Es war vielmehr ein Zweikampf, den er sogar für sich entschieden hatte. Angesichts der Brisanz des Spiels eine solche Entscheidung zu treffen, halte ich für nicht angemessen“, fügt der Coach hinzu.

Frühes Gegentor

Bereits in der 18. Minute hatte der 1. FC Zeitz ein frühes Gegentor kassiert. Das war gewissermaßen mit Ansage, hatte ein Weißenfelser Spieler bereits nach zwei Minuten den Ball an den Pfosten geköpft. „Wir haben uns am Anfang wirklich schwer getan, waren in den ersten 20 bis 25 Minuten nicht richtig im Spiel“, bestätigt Torsten Pöhlitz. Nach der gelb-roten Karte musste er umstellen, kam seine Mannschaft dann besser in die Partie, allerdings ohne zählbaren Erfolg. „Wir tun uns immer schwer, einem Rückstand hinterher zu rennen“, merkt Pöhlitz an.

Ihn verfolgt aber noch ein anderes Problem: Der Zeitzer Coach muss seine Mannschaft immer wieder umstellen. Das Fehlen seiner Individualisten, gerade bei solch brisanten Spielen, macht sich zusätzlich bemerkbar. Allein Kevin Haschke, in Weißenfels auffälligster Spieler auf Zeitzer Seite, kann solche Situationen nicht bewältigen. Und genau die Individualisten fehlten Torsten Pöhlitz im Spiel gegen Weißenfels.

Aufstieg rechnerisch möglich

In der zweiten Halbzeit war das Bemühen der Kicker vom 1. FC Zeitz, den Ausgleich herbeizuführen, durchaus erkennbar. „Ich habe in der Pause einige Positionen angesprochen, die mir nicht gefallen haben. Wichtig war, dass wir nicht noch mal wie in den ersten 20 Minuten auftreten“, erklärt der Trainer der Zeitzer. Doch Rot-Weiß Weißenfels hatte sich auf die Angriffsbemühungen des FC eingestellt und machte mit seiner defensiven Spielweise konsequent hinten dicht. Damit verpufften alle Versuche auf ein Ausgleichstor spätestens in Höhe der Weißenfelser Strafraumgrenze.

Mit hängenden Köpfen verließen die Zeitzer Akteure nach dem Schlusspfiff das Spielfeld, während die Hausherren ihren Erfolg ausgiebig feiern durften. „Das auftreten meiner Jungs war insgesamt in Ordnung. Sie sind eigentlich mit breiter Brust aufgetreten. Die ersten 20 Minuten waren diesmal spielentscheidend. Und wir haben unsere Standards nicht genutzt. Da wäre das eine oder andere möglich gewesen“, resümiert Torsten Pöhlitz nach dem Abpfiff.

Noch gibt es theoretische Chancen auf den Aufstieg. Drei Spiele hat der 1. FC Zeitz noch zu absolvieren. Doch um noch auf Weißenfels und den aktuellen Tabellen-Zweiten Leuna aufzuschließen, wären die Männer um Kevin Haschke auf die Schützenhilfe anderer Staffelvertreter angewiesen. Auch wenn der FC das vermeintlich leichteste Restprogramm hat, so glaubt der Trainer nicht mehr an das Wunder. „Das Thema ist abgehakt. Wir hatten die Möglichkeit, aber haben sie nicht genutzt“, erklärt der Coach einige Zeit nach dem Spiel. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir um den zweiten oder dritten Platz in der Staffel mitspielen“, blickt Pöhlitz bereits voraus.

Am kommenden Sonnabend treffen die Zeitzer vor eigenem Publikum auf die Reserve des SSC Weißenfels. Darauf konzentriert sich der Coach in dieser Woche. „Das wird nicht einfach. Die haben uns im Hinspiel ein Remis abgerungen“, sagt er noch. Einen Sieg würde er dennoch gern mitnehmen. Denn Aufgeben, das stellt er unmissverständlich klar, kommt für ihn nicht in Frage.

Hier sind die Fotos von Alex

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