Upps! Pokalaus in Mölsen

In einem über weite Strecken interessanten, aber von viele Nickligkeiten geführten Pokalfight, siegte der Gastgeber SV Hohenmölsen nicht unverdient mit 3 : 2 und zog somit ins Halbfinale des Kreispokalwettbewerbs des Burgenlandkreises ein. Da bei beiden Kontrahenten eine Reihe von Stammspielern arbeits- und verletzungsbedingt fehlte, kam eine Reihe von Anschlusskadern zum Einsatz.
Der gastgebende Verein hatte dabei über die gesamte Spielzeit die zweikampf- und kopfballstärkeren Akteure in ihren Reihen und beeindruckte dadurch den Gast gewaltig.
Doch den besseren Auftakt hatten die Zeitzer, als schon nach einer Minute Chris Menz von seinem Bruder freigespielt wurde und nur knapp verzog. In der 5. Minute donnerte dann Toni Menz aus 22 Metern den Ball an den Pfosten. Alles sah nach einem „normalen“ Spielverlauf aus, in dem der Favorit die Musik bestimmte. Doch schon drei Minuten später setzten die Gastgeber das erste Achtungszeichen, doch Frank Schilling, der das Zeitzer Tor hütete, reagierte glänzend. Im Gegenzug jagte Ricardo Schlegel freistehend den Ball übers Gebälk von Hohenmölsen. Danach verflachte das Spiel und wie aus dem Nichts erzielte Rene Albert nach klugem Pass und Stellungsfehler eines Zeitzer Mittelfeldspielers das 1 : 0 für den SV Hohenmölsen. Bis zum Seitenwechsel ergaben sich nur noch wenige Tormöglichkeiten, die beste vergab Sebastian Edel mit dem Halbzeitpfiff. Nach der Pause und deutlichen Worte von Trainer Dietrich sorgten die Gäste für mehr Druck, ohne aber zu klaren Chancen zu kommen. Immer wieder verloren die Zeitzer im Vorwärtsgang den Ball oder der Spielrhythmus wurde von einem der unzähligen Foulfreistößen unterbrochen. Dann leistete sich die Abwehr der Elsterstädter den nächsten Lapsus und Sebastian Iser nahm das Geschenk dankbar an und ließ Schilling keine Chance (59.).Außer einem Freistoß vom besten Zeitzer, Steven Knechtel, sahen die 80 Zuschauer bis zur 70. Minute ein zerfahrenes Spiel. Dann nahm sich Kapitän Schellenberg ein Herz und drosch die Kugel aus 20 Metern in den Torwinkel. Als nur drei Minuten später Knechtel mit einem spektakulären Seitfallzieher ins gleiche Toreck den Ausgleich erzielte, glaubte keiner der Fans mehr an einen Sieg der Einheimischen. Zeitz drückte, Hohenmölsen verteidigte aufopferungsvoll. Schiedsrichter Kirchhoff (Freyburg) hatte alle Hände voll zu tun, die aufgepeitschte Stimmung auf dem Platz unter Kontrolle zu halten, denn beide Seiten hätten sich nicht beschweren brauchen, wenn der eine oder andere Akteur mit Rot den Gang in die Kabinen hätte antreten müssen. Doch letztlich machte Kirchhoff alles richtig und zeigte beidseitig Fingerspitzengefühl und hatte so die Partie im Griff. Dann kam die 84. Spielminute und gleichzeitig die Entscheidung. Und eigentlich hätte man lachen müssen, doch aus Zeitzer Sicht wurde es tragisch. Ein Rückspiel auf Schilling an die 16 – Metergrenze, hätte dieser bequem annehmen und Werner anspielen können, doch der Zeitzer Schlussmann spielte den Ball direkt zu Michael Henze, der dann gleich aus 38 Metern den Ball in das verwaiste Zeitzer Tor schoss.
Der Jubel auf Seiten der Gastgeber war riesengroß als der Abpfiff ertönte.

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